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Die St. Nicolai-Kirche

... heißt Dich herzlich willkommen!

Mitten in der Innenstadt von Eckernförde liegt die St. Nicolai-Kirche. Bei einem Besuch der Stadt darf eine Besichtigung der Kirche, die in früheren Zeiten als Prestigeobjekt galt, auf keinen Fall fehlen!

Aus Alt mach Neu

Mit Pastor Dirk Homrighausen treffen wir uns vor der über 750 Jahre alten Kirche. Und die hat schon eine ziemlich lange Baugeschichte hinter sich. Das einst einschiffige Gebäude wurde nach und nach erweitert. Bei genauerem Hinsehen fallen die zahlreichen Details an der Außenfassade der Kirche auf: Man erkennt Verzierungen, Anzahnungen, die auf neu geplante Wände hindeuten und die verschiedenen Baustile aus der Zeit der Romanik und Gotik.

Nachdem wir uns die Kirche von außen näher angeschaut haben, sind wir gespannt was uns wohl im Inneren erwartet. Herr Homrighausen präsentiert uns die neue Lichtanlage, wodurch die Beleuchtung in der Kirche jetzt durch viele Farben individuell eingestellt werden kann. Sie ist im Zuge der aufwendigen Sanierung entstanden, die zwischen 2017 und 2019 stattgefunden hat. Dabei wurden verschiedene bauliche Gegebenheiten der Kirche so rekonstruiert, wie sie vor 500 Jahren ausgesehen haben.

Ein symbolischer Bau

Beim Betreten des Chorraums, fragt Herr Homrighausen, ob uns ein besonderes Detail daran auffalle. Erst als er auf den Boden deutet, erkennen wir was er meint: Der Chorraum wurde schräg angebaut und zwar in Richtung Osten – und das nicht ohne Grund, denn die Kirche gilt als Symbolbau.
Hiermit soll der Aufgang der Sonne symbolisiert werden. Doch das was im ältesten Teil der Kirche am meisten beeindruckt, ist der Altar – die bedeutendste Barockschnitzerei eines Altars in Nordeuropa. Sie stammt von Hans Gudewerdt. Vater und Sohn trugen den gleichen Namen und haben viele Werke in der Kirche geschaffen, wie uns Pastor Homrighausen zeigt.

Von Eckernförde nach Amsterdam

In der St. Nicolai-Kirche entdecken wir auch mehrere Grabdenkmäler, darunter unter anderem das Epitaph der Familie Riepenau, das ebenfalls von Hans Gudewerdt errichtet wurde. Der jüngere Hans Gudewerdt galt als Star unter den Schnitzern. Womit wir nicht gerechnet hätten ist, dass das Werk von so hoher Bedeutung ist, dass es in das Rijksmuseum nach Amsterdam ausgeliehen wurde, was uns Herr Homrighausen mit Stolz berichtet.

Wir schauen uns das Grabdenkmal genauer an um zu sehen, was das Werk einzigartig macht. Es sind die geschnitzten Figuren, die von Hans Gudewerdt nur angedeutet werden. Man erkennt, dass er sehr genau schnitzen konnte; in dem Epitaph aber lässt er viele seiner Figuren in Abstraktionen und Ornamenten übergehen.

Ein Ort der Begegnung

Am Ende der Führung kommen wir noch in das ehrenamtlich betriebene Turmcafé. Es hat unter normalen Bedingungen am Mittwoch und Samstag von 10 bis 13 Uhr geöffnet. Hier können Besucher auf Spendenbasis ökologische und fair gehandelte Produkte kaufen. Aber vor allem soll das Turmcafé auch eine Begegnungsstätte sein, an dem alle Menschen zusammenkommen können.

Ein kleines Geheimnis verrät Herr Homrighausen uns auch noch: Sein Ritual das neue Jahr zu begrüßen ist es, am frühen Neujahrsmorgen in den ca. 40 m hohen Dachstuhl der Kirche zu gehen, um die Aussicht über Eckernförde zu genießen.

So kann man bestimmt gut in das neue Jahr starten!

Pastor Dirk Homrighausen

St. Nicolai-Kirche

Lass Dich bei einem Besuch der St. Nicolai-Kirche von der besonderen Atmosphäre verzaubern und entdecke die prächtigen Kunstwerke und zahlreichen Schnitzereien!

Du bist neugierig geworden und möchtest mehr erfahren? Dann schau doch mal auf der Website der St. Nicolai-Kirche vorbei.