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Ostsee Info-Center

Unterwasserwelt Ostsee

Als ich letztes Mal im Meer schwimmen war, habe ich mich gefragt “Was ist da eigentlich alles im Wasser unter mir?”. Also bin ich kurzerhand abgetaucht, habe die Augen aufgemacht...und musste feststellen, dass man in der Ostsee Unterwasser gar nicht so weit gucken kann. Was also tun? Richtig, ins Ostsee Info-Center (OIC) gehen!

Fühlbecken

Also packe ich kurzerhand meine Kids ein und los geht’s! Vor Ort haben wir Glück und treffen auf Hannah Sliwka, Leiterin des OICs, die uns durch die Ausstellung mit dem Motto “Der Ostsee auf den Grund gehen” führt. “Hier kann man die Ostsee mit allen Sinnen erleben.” erklärt Hannah uns und führt uns als erstes zum großen Fühlbecken.

Hier können wir verschiedene Ostseebewohner beobachten und sogar in die Hand nehmen. Meine Tochter sucht nach einem Seestern, “...weil die so schön lila sind.”, wie sie findet. Doch den ersten, den sie entdeckt, kann sie nicht streicheln. “Der frisst gerade, dabei wollen wir ihn nicht stören.”, erklärt Hannah. Zusammen suchen die beiden einen anderen Seestern aus und meine Kleine juchzt: “Uh, der hält sich ja richtig an meiner Hand fest!”.  

Wale in der Ostsee

Als wir alle, ja wirklich alle Tiere, von Strandkrabbe bis hin zum Plattfisch ausgiebig beobachtet haben, wenden wir uns dem nächsten Bereich der Ausstellung zu. Hier geht es um die Wale der Ostsee – die Schweinswale.

Wir erfahren, dass die Meeressäuger zu den kleinsten Walen der Welt gehören und sich von Fischen, Krebsen oder auch Tintenfischen ernähren. Zur Orientierung nutzen sie Echoortung und wenn man sich an der richtigen Stelle unter einen großen Lautsprecher stellt, kann man mit ein bisschen Glück live die “Stimmen” der Schweinswale hören. Aber nicht nur das: Über ein Hydrophon werden hier alle Geräusche vom Meeresgrund übertragen. “Wow, ganz schön laut!”, sagt mein Sohn da, als ein Schiff vorbeigefahren kommt.

Küstenbiotop auf der Dachterrasse

Als nächstes gehen wir alle in den ersten Stock auf die Dachterrasse. Hier gibt es ein besonderes Zusatzangebot: Der Dachgarten ist ein ostseetypisches Biotop. Man findet dort Pflanzen, die sonst am Spülsaum, am Strand oder in den Sanddünen wachsen. Von April bis September blühen hier Sandschaumkresse, Nattertopf oder Nachtkerze und wenn man die Augen schließt, dann hört man das Meer nicht nur, man kann es auch riechen.

Ein Stück Kuchen mit Blick aufs Meer

Als wir wieder unten sind, kommen wir am Bistro im Eingangsbereich vorbei und beschließen, uns ein Stück Kuchen auf der Strandterrasse schmecken zu lassen. Hier sitzen wir in der Sonne und genießen den Blick auf den Strand und die Ostsee.

“Wir haben die Ostsee aber noch gar nicht geschmeckt.”, sagt mein Sohn jetzt. Recht hat er, Kuchen zählt da natürlich nicht...”Heute Abend essen wir frischen Fisch.” schlage ich vor und er ist zufrieden. Ich nehme mir fest vor, Hannah davon zu erzählen - vielleicht findet sich ja noch ein Angebot zum Thema “Ostsee schmecken” für die Ausstellung...

Bernsteinschleifen & Co.

Wir haben noch lange nicht alles gesehen, gehört, gefühlt, gerochen oder geschmeckt. Aber mein Kleiner reibt sich schon die Augen und auch meine Tochter ist ganz überwältigt von den vielen neuen Eindrücken.

Also beschließen wir, dass wir wiederkommen und nächstes Mal wollen wir am Bernsteinschleifen teilnehmen oder raus an den Strand zum Keschern oder gleich den nächsten Kindergeburtstag hier verbringen oder oder...