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Historisches – Ein Blick zurück

Von Eichhörnchen und Sprotten

Rundgang durch Eckernförde

Erwähnt wird der Name „Ekerenvorde“ zuerst im 13. Jahrhundert. Der Sage nach stammt der Stadtname von den Bucheckern oder den Eichen (Ykern). Eine andere, wahrscheinlichere Version besagt, dass der Name von dem Begriff „Eichhörnchenfurt“ abgeleitet wurde. Heute ist Eckernförde mit seinen ca. 23.000 Einwohnern eine schleswig-holsteinische Mittelstadt.

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Eckernförde Gestern und Heute

Ein Wald zog sich von der Eckernförder Bucht bis über den ganzen Dänischen Wohld nach Strande, sodass die unzähligen Eichhörnchen von Eckernförde bis an die Kieler Förde springen konnten, ohne den Erdboden zu berühren. Das Wappen der Stadt zeigt deshalb einen Burgturm mit einem darüber springenden Eichhörnchen. Eckernfördes große Zeit kam im 18. Jahrhundert und ist mit der Kaufmannsfamilie Otte eng verbunden, die für den wirtschaftlichen Aufschwung Eckernfördes verantwortlich war. Ruhm erlangte Eckernförde am 5. April 1849 durch ein Gefecht zwischen Kriegsschiffen und Landbatterien. Hauptmann Jungmann gelang es, eine königliche dänische Fregatte, die „Gefion“, zu erbeuten. Nach der verlorenen Schlacht bei Idstedt blieb Eckernförde bis 1864 weiterhin dänisch.

 

Die Kieler Sprotte kommt aus Eckernförde

Die Stadt entwickelte sich schon früh zum Badeort. Die erste Badeanstalt wurde in Borby 1831 eröffnet. Nach dem 1. Weltkrieg entwickelte sich das Badeleben und Eckernförde wurde für seinen Strand bekannt.

Eine Inschrift besagt: „In Eckernförde versteht man es, aus Silber Gold zu machen.“ Damit ist gemeint, dass die Sprotten, normalerweise silbern, durch das Räuchern goldfarben werden. Bereits Anfang des 19. Jahrhunderts wurden diese „Sprotten“ in Eckernförde geräuchert und deutschlandweit verschickt. Die Sprotten wurden mit Pferdewagen zum nächsten Bahnhof, nach Kiel, transportiert und von dort mit dem Zug weiter verschickt. Die „Kieler Sprotte“ kommt also aus Eckernförde.

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Eckernförder Orte mit Geschichte

Ritterburg

Die Ritterburg ist eines der ältesten Gebäude im Stadtbild Eckernfördes, aus dem 16. Jahrhundert. Jedoch haben hier nie Ritter gelebt, sondern es war eines der Stadthäuser, die bei Adligen im 16. Jahrhundert in Mode waren und von denen aus sie ihren Handel betrieben und überwachten. Den Namen erhielt das Gebäude durch einen Gastwirt im 19. Jahrhundert, der den Namen Ritter trug.

Rathausmarkt

Der mittelalterliche Rathausmarkt, umgeben vom alten und neuen Rathaus sowie Geschäftshäusern, dient als Forum für allerlei Veranstaltungen. Das alte Rathaus mit der Rathaustreppe und dem Durchgang zum Kirchplatz, dem Schwibbogen, war bis 1984 Sitz der Stadtverwaltung. Heute ist das Museum mit seinen stadtgeschichtlichen Darstellungen und den Räumen für Sonderausstellungen darin untergebracht.

St. Nicolai Kirche

St. Nicolai wurde ca. 1200 gebaut. Die dreischiffige gotische Backsteinhallenkirche mit spätromanischen Einflüssen birgt einen Hochaltar, der von dem Eckernförder Holzschnitzer Hans Gudewerdt d. J. stammt. Die St.-Nicolai-Straße hinter der Kirche, einst Wohnstraße adliger Gutsbesitzer aus dem Umland, ist heute eine gemütliche Einkaufsstraße.

Otte-Speicher

Der Otte-Speicher in der Langebrückstrasse, das Wohnhaus der Familie Otte, heute Domkrug und Commerzbank, und das Otte- Stift in der Ottestraße erinnern an den Wohlstand der Familie Otte im 18. Jahrhundert.

Rundspeicher und Siemsenspeicher

Der Rundspeicher und der restaurierte Siemsenspeicher, der heute als Bürohaus dient, erinnern an die Zeit, als das Getreide direkt vom Eckernförder Hafen aus verschifft wurde.

Der Hafen

Einst ein bedeutender Fischerei- und Handelshafen, ist der Eckernförder Hafen heute mit seinen Erweiterungen wichtig für Wassersport und Marine. Immer noch legen hier die Fischer an und verkaufen frischen Fisch direkt vom Kutter. Verschiedene Traditionssegler, die im Hafen fest gemacht haben, sind ein oft und gern gesehenes Bild. Eine Holz- Klappbrücke verbindet seit 1872 Eckernförde mit dem heutigen Stadtteil Borby.

Kattsund und Fischerstraße

Hier wohnten überwiegend die Fischer. Die Häuser, meist klein und bescheiden, sind liebevoll restauriert. Einige der traditionellen Utluchten (Erker) sind erhalten geblieben.

Borbyer Kirche

Die Borbyer Kirche ist eine spätromanische Feldsteinkirche, die 1150-80 erbaut wurde. 1895 erhielt die Kirche einen neuen Turm.

Borbyer Promenade

2002 wurde die Borbyer Promenade komplett erneuert und wirkt durch in Stein gehauene Meerestiere fast mediterran. Der große Kurfürst, das Original-Denkmal aus Pillau in Ostpreußen, steht mit Blick nach Osten in den Anlagen.

Strandpromenade

Über zwei Kilometer führt die modern gestaltete Flaniermeile von der Hafenspitze am Hauptstrand entlang.

Ostsee-Info-Zentrum

Das OIZ bietet mit seinem Meerwasseraquarium Einblick in die Unterwasserwelt der Ostsee. Durch das Fühlbecken, das die Möglichkeit bietet, Krabben, Seesterne und andere Ostseebewohner anzufassen, und interessante Erläuterungen, ist das OIZ besonders für Familien geeignet.

Die Stadthalle

Die Stadthalle, 1971 erbaut, enthält einen Konzertsaal, ein Restaurant, die Tourist- Information und die Stadtbibliothek.

Der Kurpark

Durch seine ausgefallene Bepflanzung bietet der Kurpark eine vielfältige Blütenpracht. Eine alte Kanone und eine Nachbildung der Galionsfigur der „Gefion“ (das Original befindet sich im neuen Rathaus) erinnern an das Gefecht vom 5. April 1849. Anlässlich der 700-Jahrfeierlichkeiten im Jahr 2002 wurde das neue Kunstobjekt „Schwimmübungen“ des Künstlers Martin Wolke im Kurpark eingeweiht. Es besteht aus einer überlebensgroßen Meerjungfrau, die wie selbstverständlich aus dem Rasen auftaucht, und einem Mann, der über das Meer schaut.