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Willkommen in der Eckernförder Bucht

Stadtführungen & Touren durch die Region

Corona 2020

Durch die massiven Einschränkungen und auch Risiken der aktuellen Corona-Zeit finden zurzeit keine Stadtführungen und Touren statt.

Unsere Stadtführer*innen zählen leider alle zur sogenannten Risikogruppe.

Wir möchten daher unsere Guides und die Gäste entsprechend schützen.

Wir bitten um Dein Verständnis.

Sobald sich die Situation wieder entspannt, sind wir gerne wieder für Euch da.

Stadtführungen

Du möchtest alleine oder mit einer kleinen Anzahl von Freunden, Bekannten oder Verwandten an einer Stadtführung teilnehmen? Hier geht es zur Auswahl unserer Stadtführungen.

Stadtführungen für Gruppen

Du möchtest mit einer Gruppe eine individuelle Stadtführung buchen. Wir haben verschiedene Themen und Kategorien im Angebot. Spezielle Wünsche sind in der Regel ebenfalls erfüllbar.

Broschüre: Führungen & Touren

Hier findest Du eine Broschüre mit allen Stadtführungen in Eckernförde und den Touren durch die Region.

Stadtführung durch das Ostseebad Eckernförde

Es gibt ja viele Arten, das Ostseebad Eckernförde zu erkunden. Allein, mit der Familie oder per Stadtführung. Und auch bei diesen Führungen hat man wiederum eine große Auswahl: plattdeutsche Rundgänge, geschichtliches, Erlebnistouren am Strand, Führungen mit dem Schiff – alles ziemlich klasse. Ich habe aber heute das große Glück, eine ganz persönliche Stadtführung von einem Mann zu bekommen, der Eckernförde wie seine eigene Westentasche kennt und seit 2008 an der Spitze der Eckernförde Touristik & Marketing GmbH steht: Stefan Borgmann. Ich freue mich sehr – und habe zur Verstärkung meine wissbegierige Freundin Anne mitgebracht. Los geht’s an der Strandpromenade. Vorhang auf – oder besser gesagt Himmel, Meer, Strand und Stadt auf - für unsere Tour.

Man könnte meinen, Eckernförde sei ein regelrechter Künstlerort. Überall stolpern wir geradezu über Kunstobjekte. Da lehnt sich zum Beispiel die vier Meter hohe, metallene Meerjungfrau „Mareminde“ am Strandufer in den Wind. Was für eine Erscheinung. Die Tochter des Meeresgottes Neptun wurde vom Künstler Eckhard Kowalke angefertigt. „Um diese Skulptur ranken sich Geschichten. Sie wurde offenbar am Meeresboden angekettet, konnte sich dann aber befreien und blickt nun dem Licht der Sonne entgegen“, erzählt Stefan. In den vergangenen 20 Jahren ist die Mareminde ein richtiges Wahrzeichen der Stadt geworden. Anne und ich haben gerade die Nacht hier am Strand im Schlafstrandkorb verbracht, gleich neben der Nixe. Sie war quasi die dritte Dame im Bunde und hat in der Nacht über uns „gewacht“.

Eckernfördes „Walk of Fame“

„Und das hier ist unser Walk of Fame“, sagt Stefan und spaziert mit uns über die noch relativ neu gestaltete, schöne Promenade. Überall sind „Green Screen-Steine“ verlegt, die die Gewinner aus den unterschiedlichen Jahren und unterschiedlichen Kategorien präsentieren. „Das Green Screen ist enorm wichtig für Eckernförde – das größte Naturfilmfestival Europas. Mit durchaus kritischen Naturfilmen.“ Unbedingt muss ich da im September mal hin. Das habe ich mir schon so lange vorgenommen.

Kunst für Jedermann gibt es übrigens noch viel mehr in Eckernförde, zum Beispiel Martin Wolkes Meerjungfrau im Kurpark oder Thomas Seilers fliegenden Fischschwarm in der Bahnhofstraße. Augen auf für die Kultur, kann ich da nur sagen.

Seegras & Seesterne

Die Sonne scheint, die Strandreinigungsmaschine rumpelt an diesem Morgen am Wasser entlang, und Stefan erklärt uns kurz das System mit dem Seegras. „Unsere Gäste wollen gerne einen richtig schön gereinigten Strand. Diese Maschinen entfernen im Jahr 1.800 Tonnen Seegras, Algen und Tang.“ Anstatt alles wegzuschmeißen, wird es seit einiger Zeit für den Küstenschutz genutzt. Die angespülten Meerespflanzen werden quasi unter den Sand gepackt und darauf wachsen hübsche, grüne Küstengräser.

Wir kommen vorbei am bunten Ostsee Info Center direkt am Strand. „Was für eine Toplage“, staunt Anne. Stefan Borgmann schleust uns kurzerhand rein – in Eckernförde kennt man sich.

Im Infozentrum erklärt uns der Touristiker und studierte Geograph im Schnelldurchgang einiges über die Entstehung der Ostsee, über Stellnetze, Schweinswal-Warngeräte und Gefahren für Meeresbewohner. „Das Gute hier im OIC ist, dass die Meeresbiologen gerne, freundlich und viel erklären. Die ganze Familie hat also nicht nur Spaß, sondern lernt auch einiges.“ Ganze Schulklassen marschieren hier manchmal mit Wathose und Gummistiefeln in die Ostsee, halten die Kescher ins Wasser und inspizieren nachher zusammen den Fang. In einem Fühlbecken kommen auch Anne und ich noch in den Genuss, echte Seesterne anzufassen. An die großen Krebse trauen wir uns aber nicht ran.

Hafen und Hafenspitze im Wandel der Zeit

Nun sind wir an der Hafenspitze, diesem neu gestalteten, großzügigen Ort mit vielen Apartments, Restaurants und Cafés. Und dem traumhaft schönen Stadthafen. Schätzungsweise 100 Boote und Yachten liegen hier – ein Traum für jeden Schiffsfan. Von hier kann man nach Strande, Schwedeneck, Kiel oder noch weiter auf die Ostsee hinaussegeln. Etwas weiter um die Hafenspitze herum verkaufen Fischer ihren frischen Fang gerade direkt vom Kutter, es herrscht ein gemütliches Treiben, die Möwen kreischen und wittern Beute. „Früher gab es hier mal eine richtige Hafenindustrie“, weiß Stefan und zeigt auf alte Bilder und Tafeln, die hier angebracht sind. „Guckt mal, hier waren überall Hallen, Lagerhäuser und Handwerksbetriebe.“ Selbst Bahnschienen liefen hier entlang. Vom Industriestandort, von der Hochburg des Fischfangs, zum totalen Tourismusort – die Geschichte Eckernfördes ist echt hochspannend.

Gleich an den Hafen schließt sich die Altstadt an. Das liebe ich so an Eckernförde, dass hier alles so nah aneinander liegt. Man braucht nicht mal ein Fahrrad, um im Wechsel Strand, Hafen oder Innenstadt zu erreichen. Wir schlendern durch die alten, kopfsteingepflasterten Gassen und bleiben vor einem winzigen, alten roten Backsteinhaus stehen. Oben posieren lässig zwei aus Holz geschnitzte Figuren – darunter ein plattdeutscher Spruch. „Na Andrea, wer sind diese zwei: Kalle und Krischan?“ Oh Mann, ich war schon so oft in Eckernförde und habe darüber geschrieben und muss dennoch passen. „Die zwei sind das Wahrzeichen der ehemaligen Räucherei hier.“ Was sie - laut Spruch - konnten: aus Silber Gold machen. Oder besser gesagt: Frisch gefangene silberne Heringe verwandeln sie in Räucheröfen in goldene Köstlichkeiten.

Wochenmarkt, Kirche – und ein Eisbecher zum Schluss

Die eineinhalb Stunden Rundgang sind fast zu Ende. Wir stoppen noch kurz auf dem Wochenmarkt. Seit Jahrzehnten kommen hier Händler aus der Region immer mittwochs und samstags auf dem Rathausmarkt und an der St. Nikolaikirche zusammen und verkaufen Brot, Wurst, Fleisch, Käse oder Blumen. Richtig idyllisch. Und auch die St. Nikolai-Kirche aus dem 13. Jahrhundert ist ein Hingucker, wurde sie doch gerade saniert. „Seht mal, diese Seitentür hier. Der Eingang wurde jetzt erst neu entdeckt. Dieses Holztor ist neu.“ Wenn es nach uns ginge, könnten wir noch ein, zwei Stunden Führung mit Stefan ranhängen, aber er hat leider andere Termine. Anne und ich gönnen uns jetzt erstmal einen stattlichen Eisbecher in einem Café hier in der Fußgängerzone. Was für eine schöne Tour. Und... wieder was gelernt über Eckernförde!

Andrea Schmidt

Auf Tour durch die Eckernförder Bucht

Die freie Journalistin Andrea Schmidt ist für uns auf Tour durch die Eckernförder Bucht. Sie erlebt Land, Leute, Attraktionen so wie Du und ich. Mal ist sie mit ihren Kindern, ihren Freundinnen oder auch alleine unterwegs. Andrea war mit Eseln wandern, beim Piratenspektakel, mit dem E-Bike im Dänischen World unterwegs und auf Winter-Shopping-Tour durch das Ostseebad Eckernförde. Mal sehen was sie in nächster Zeit noch alles in unserer schönen Region erleben wird.